“Trained to lead”

ist das Motto von Dirk-David Schmitt – trainiert, um zu führen.
„Sei ein gutes “Leittier”, und Dein Hund wird Dir vertrauensvoll folgen“, erläutert Schmitt seinen Leitspruch.

Neben seiner jahrelangen persönlichen Erfahrung mit Hunden, Haltern und seinem eigenen Rudel bildet sich Schmitt kontinuierlich fort. Dabei hat ihn besonders die Arbeit mit dem „Hundeflüsterer“ Cesar Milan und dem Kynologen und Autor Günther Bloch geprägt. Dessen wissenschaftliche Studien belegen, was Schmitt jeden Tag im Alltag mit den Hunden erfährt: sie sind soziale, territoriale und jagende Rudeltiere, die dem Wolf nach wie vor sehr ähnlich sind. Auf Basis dieser Erkenntnis gründet die Philosophie zur Erziehung, dem Training und der Rehabilitation von Hunden.

Das Mensch-Hund Rudel und seine Aufgaben

In der Hundeerziehung kursieren viele Gerüchte über Unterwerfung, Dominanz und Rangordnungen. Schaut man sich aber ein Rudel Wölfe genau an so wird schnell klar, dass ein Rudel nur dann funktioniert, wenn es Strukturen, Sicherheit und Orientierung gibt. Die Leittiere führen dabei ihr Rudel – sehr ähnlich zu guten Eltern übrigens – mit Souveränität und Zuverlässigkeit. Sie strahlen Ruhe, Gelassenheit und Kompetenz aus und haben zu jeder Zeit einen Plan um die Sicherheit ihres Rudels zu gewährleisten. Ein Leittier braucht nicht aggressiv zu sein, denn es ist sich seiner Position sicher. Ganz im Gegenteil ist übermäßige Aggression ein Zeichen von Schwäche. Fehlverhalten wird fair und konsequent korrigiert und Entscheidungen werden immer zum Wohl des Rudels getroffen.

Mit einem solchen Leittier fühlt sich das Rudel sicher, folgt gern und jedes Tier nimmt seinen Platz ein und unterstützt das Leittier wie es kann. Das Ziel der Arbeit im Hunde Psychologie Center ist es, Sie als Halter zu einem souveränen und intuitiven Leittier zu machen, und Ihrem Hund zu zeigen was es bedeutet, Teil eines sozialen
und gut funktionierenden Rudels zu sein.

Was bedeutet das genau und wo bleibt die Dominanz?

An dieser Stelle möchten wir den Kynologen und Autor Günther Bloch und Elli H. Radinger aus ihrem Buch „Der Mensch-Hund Code“ zitieren.

Denn Dirk-David Schmitt hat besonders auch in seiner Zeit bei Bloch in Kanada viele neue Erkenntnisse gewinnen können. „Es gibt so unzählige Mythen in der Hundeerziehung, die nie wissenschaftlich belegt worden sind. Günther hat in vielen Jahren Wolfsforschung viele Erkenntnisse über das Verhalten von Rudeln, Alphatieren, Rudelstellungen und Dominanz gewonnen.“

„Dominanz, sie hat nichts mit Aggression zu tun, da jedes wirklich formal dominante Individuum das Privileg hat, seine Eigeninteressen ohne Aggression durchzusetzen, wenn es das will. Dominanz wird in einer Beziehung getestet und erarbeitet und ist daher auch keine Eigenschaft. Ob ein Hund einem Artgenossen gegenüber situativ dominant ist, kann man sehen, wenn zum Beispiel ein Hund ein für zwei Hunde interessantes Objekt aufnimmt, ohne dass der andere Hund dies überhaupt versucht. Findet hingegen eine Auseinandersetzung statt, ist keiner der beiden Hunde dominant, denn Aggression ist aus verhaltensbiologischer Sicht gekennzeichnet von der Androhung und Anwendung schädigender Reize beispielsweise beim situativen Versuch der Besitzanzeige wie Nahrung.“ (Günther Bloch, Elli H. Radinger: Der Mensch-Hund- Code, Kosmos, 2016, S. 72)

Einem formal dominanten Individuum reicht meistens eine leichte Veränderung der Körperhaltung oder auch ein Blick um unerwünschtes Verhalten zu korrigieren. Durch souveränes Verhalten ohne Aggression vermitteln sie Ruhe und Schutz und agieren ihrem Rudel gegenüber hauptsächlich fürsorglich. Diesen Grundsatz auf das Mensch-Hund Rudel zu übertragen und entsprechend im Training und der Rehabilitation umzusetzen, ist das Ziel von der Arbeit von Dirk-David Schmitt.

Wenn situative Dominanz in Ihrem Zusammenleben mit Ihrem Hund immer wieder auftaucht und Ihr Hund entsprechend unerwünschte Verhaltensweisen zeigt, kann im Gespräch und während eines ersten Kennenlernens evaluiert werden, wie Sie in Ihrer Rolle als ruhiges und souveränes Leittier gestärkt werden können.

Was passiert, wenn der Mensch nicht die Rolle des Leittiers einnimmt?

Hunde, die nicht geführt werden, können Verhaltensweisen entwickeln, die das Zusammenleben mit den Menschen erschweren. Zum Beispiel bleiben manche Tiere schlecht allein zu Hause und zerfetzen nicht selten die Couch oder zerkratzen die Tür, bellen und jaulen.

Unsichere Hunde können in ständiger Angst leben und auch panisch auf Umweltreize reagieren, da sie wenig Vertrauen zu ihrem Besitzer aufbauen konnten. Sie sind in Gedanken permanent auf der Flucht, verstecken sich, urinieren in die Wohnung und reagieren oft überempfindlich auf Geräusche. Angst-Hunde befinden sich kontinuierlich in einem Stresszustand.

Sich situativ dominant verhaltene Hunde entwickeln oft einen Kontrollzwang und verteidigen den Besitzer, Gegenstände oder ihr Futter als „Eigentum“. Sie sind meist aggressiv und unsozial und können kaum soziale Kontakte zu Artgenossen aufbauen. Spaziergänge sind somit jedes Mal eine besondere Herausforderung für Hund und Halter und kosten sehr viel Kraft.

Wann bin ich ein gutes “Leittier”?

Leittiere kommunizieren klar und deutlich. Sie haben eine ruhige und sichere Ausstrahlung sowie eine bestimmte Energie und arbeiten mit Blickkontakt und ihrer Körperspannung. Mit einer deutlichen Körpersprache und bewusst eingesetzten Bewegungen, unterstützt durch zielgerichtete Berührungen und kurze verbale Kommandos kommuniziert das Leittier eindeutig.

Es bleibt in allen Situationen souverän und hat einen Plan im Kopf, wie es vorgeht und passt sein ganzes Verhalten an die Anforderungen der Situation an. Die Energie, die das Leittier ausstrahlt, schafft Vertrauen und Sicherheit beim Hund, er wird entspannt folgen und Sie nun sogar unterstützen. Denn dies ist in einem funktionierenden Rudel seine Aufgabe.

Ein gutes und von vielen unterschätztes Beispiel sind die Ruhephasen. Fragen Sie sich einmal: Unterbrechen oder beenden Sie die Ruhephasen im Alltag, oder gibt Ihr Hund das Kommando, wann es wieder losgeht? Ein Hund, der seinen Haltern folgt wird auf Sie warten – denn er kann sich ja während der Ruhephase komplett entspannen und auf Sie vertrauen.

Schlechte Energien vom Menschen wie zum Beispiel Frust, Ärger, Wut, Angst und Unsicherheit übertragen sich auf den Hund und hindern den Menschen daran, ein gutes Leittier zu sein. Auch zu viel Zuwendung und übertriebene Zuneigung sind schwache Energien. Hier muss der Mensch lernen, umzuschalten. Nur eine sichere, positive Energie schafft Vertrauen für den Hund.

„Viele Menschen wissen nicht, wie sie mit bestimmten Verhaltensweisen ihres Hundes oder schwierigen Situationen umgehen sollen und was sie tun können, um ein sicheres Leittier zu sein. Ich helfe Ihnen gern dabei“ so Dirk-David Schmitt.